Ting Stift unter Linux mit Büchern befüllen

Mein großer Sohnemann hat einen TING-Stift. Der ähnelt im Prinzip einem TipToi. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass man nicht an einen Verlag gebunden ist, sondern viele Verlage Bücher und Materialien für TING-Stifte publizieren. Das hat den Hintergrund, dass die Platform dafür jedem Verlag zur Verfügung gestellt werden kann und die Bücher überall gedruckt werden können. Darüber hinaus gibt es ein paar ergonomische Unterschiede, wie Größe, Gewicht und Handlichkeit. Zudem arbeitet der TING-Stift mit einem wiederaufladbarer Akku. Er ermöglicht die Speicherung der Buchdaten als MP3 und ist als normaler USB-Stick nutzbar.

Ting Stift
TINGsmart Stift

Wie funktioniert der Stift? Das ist recht einfach. In der Spitze befindet sich eine Infrarot-LED und eine rudimentäre Kamera, ähnlich der Sensoren bei Mäusen. Dieser Sensor liest nun beim Antippen im TING-Buch die kleinen Codes aus, die über die ganzen Seiten verteilt sind. Das sind so leicht hellgraue Punkte mit verschiedenen Mustern. Man erkennt diese beim ganz genauen Hinsehen. Beim normalen Lesen fallen diese sogut wie gar nicht auf. Zum Laden einer Buchdatei, tippt man auf der Umschlagseite oder auf einer der ersten Seiten das entsprechende Feld dafür an. Nach dem Auslesen eines Codes im Buch sucht sich der Stift die entsprechende stelle in der Buchdatei und spielt diese Passage ab. Die Buchdateien liegen auf der größeren Partition des Stiftes. Leider erkennt der Stift nicht selbst, in welchem Buch er sich befindet, sondern man muss immer zu Beginn eines Buches auf das TING-Feld tippen.

Wie dem auch sei. Ich beziehe mich hier auf den TINGsmart, also den TING-Stift der zweiten Generation ab 2013. Den TING-Stift kann man direkt unter Windows beziehungsweiße MAC OS nutzen. Per USB angeschlossen, öffnet sich die TING-Software und holt die geforderten Bücher und Buchupdates. Dort finden sich mehr oder weniger schöne Oberflächen, die auf der kleineren der beiden Partitionen des Stiftes liegen. Für Linux gibt es so etwas leider nicht.

Ich habe, angelehnt an verschiedene Beiträge auf hotspace.deforum.ubuntuusers.de und uli.popps.org, ein Script für die Shell geschrieben. Das Script prüft die TBD-Datei, welche vom Stift selbst mit den IDs der nicht vorhandenen Bücher befüllt wird. Es liest daraus die IDs der herunter zu ladenden Bücher heraus. Beachtet wird dabei auch, ob es ein extra Script für das Buch gibt oder nicht. Das wird zum Beispiel für die Rätsel und Spiele in den Büchern genutzt. Alle Dateien vom Server werden dann direkt auf den Stift geladen. Ihr müsst lediglich den Ordner angeben, in dem sich der $ting-Ordner befindet. Den Rest erledigt das Script für euch.

Ihr findet das Shell-Script auf GitHub. Es ist die darin befindliche Datei linux.sh. Diese könnt ihr von überall aus, die entsprechenden Rechte vorausgesetzt, ausführen. Ich gebe keine Garantie oder Gewähr, dass dieses Script auf allen Linux-Distributionen oder Hardwareumgebungen lauffähig ist.

HDD-Benchmark für die bash, selbstgeschrieben

Auf Basis des Festplatten-Geschwindigkeitstests bei den Ubuntuusers.de habe ich ein Script geschrieben, welches das Testen der Schreibgeschwindigkeit vereinfacht. Grundlage ist dabei folgender Code

Es wird hierbei das Laufwerk getestet, wo man sich gerade befindet. Hier wird auch die Datei “tempfile” geschrieben. Achtet bitte darauf, dass vor dem Starten des Scriptes genügend Platz auf dem Datenträger vorhanden ist. Diese Datei hat in diesem Fall hier eine Größe von 1024 mal 1 MB. Es wird insgesamt 1024-mal komplett in diese Datei geschrieben. Man benötigt für diesen Durchlauf 1024 x 1024 x 1024 x 1024 Bytes Platz, also etwa 1,1 GB. Die Werte können durchaus angepasst werden. So kann man zum Beispiel für 256 MB die Werte bs=32M und count=8 angeben.

Die Schreibgeschwindigkeit per dd zu ‘messen’ ist natürlich auch abhängig von anderen Faktoren, wie Systemauslastung, Anwendungen, die ebenfalls auf die Platte zugreifen und natürlich das verwendete Dateisystem. Daher sollte man so einen Durchlauf mehrfach starten, damit man einen Durchschnittswert erhält, der repräsentativer als ein Einzelwert ist.

Das Ganze macht das von mir geschrieben bash-Script, wobei ihr beim Aufruf des Scriptes nur die gewünschte Menge an Daten angeben werden braucht. Es werden dabei Dateigrößen von 1, 2, 4, 8 und 16 MB durchgetestet und die Anzahl entsprechend angepasst.

Gibt man also  hddbench.sh 1024 an, so werden im ersten Teil fünf Durchläufe mit 1 MB großen Dateien gemacht, und zwar 1024 mal. Im zweiten Teil 512 mal 2MB große Dateien. Und so weiter. Das heißt, es laufen für eine Dateigröße immer 25 dd-Aufrufe ab. Es werden im Laufe des Scriptes alle Geschwindigkeiten zusammengerechnet und durch die Anzahl der Durchläufe geteilt. Et voilà. Ein relativ repräsentatives Ergebnis. Zwischendrin noch ein paar Echos, damit das Ganze etwas ansehnlicher ist. Continue reading “HDD-Benchmark für die bash, selbstgeschrieben”

Das LED-Leuchtmittel hält Einzug

Leider ist es noch recht kostenintensiv, aber LED-Leuchtmittel werden langsam günstiger. In unserer Wohnung sind von 15 Leuchtmitteln (Glühlampen und Energiesparlampen) bereits sieben durch LED-Leuchtmittel ersetzt worden. Kostenpunkt bisher 61 Euro. Am Ende dieses Posts mache ich eine sachte Hochrechnung was an Ersparnis bei uns zusammen kommen könnte. Subjektiv gesehen sind die LED-Leuchtmittel genau so hell wie die vollständig erhellten Energiesparlampen und teilweise sogar heller. Vorteile von LED- gegenüber anderen Leuchtmitteln für mich beziehungsweise uns sind

  • der geringere Stromverbrauch,
  • schnelleres vollständiges Aufleuchten gegenüber Energiesparlampen
  • kein Quecksilber
  • geringere Wärmeentwicklung
  • kein Glas mehr
  • Lebensdauer von 25000 Stunden gegenüber Glühlampen und Energiesparlampen mit 1000 Stunden

Mal sehen, ob die Lebensdauer erreicht wird oder auch nach wenigen Monaten die LEDs den Geist aufgeben.

Einziger Nachteil bisher sind die Lampengeäuse, welche kein Licht hinter die Sockel lassen. So sind die leuchten normale hängende Glühlampen auch oberhalb ihrer selbst aus. Die LED-Leuchtmittel nicht, da ist es oberhalb der Lampe dunkler. Aber das viel mir bisher nur bei den Spots mit GU10-Sockel auf. Bei leuchtmitteln mit E27-Sockel fällt es kaum auf.

Hier nun das Spreadsheet bei Googles Drive mit den theoretischen Ersparnissen im aktuellen Stadium. Die darin angegebenen Leistungswerte entsprechen den Aufdrucken auf den Leuchtmitteln selbst und entsprechen sicher nur grob realen Werten. Die Zeiten für die jeweilige Lampennutzungsdauer sind auch eher grob geschätzt als genau gemessen. So zeigt sich zum aktuellen Zeitpunkt (2013-02-06) eine  recht gut, dass sich ein Wechsel lohnen könnte. Es sind aktuell etwa 75 Cent, die wir in einer woche allein bei der Beleuchtung sparen könnte. Das entspricht etwa 39 Euro im jahr. Was allein für Licht nicht zu verachten wäre.

Aber die Richtung, in welche man sich mit dem Wechsel seiner Leuchtmittel bewegt, wird hoffentlich ersichtlich. Noch existiert ein recht hoher Einstiegspreis. Aber wenn die Leuchtmittel etwa zwei Jahre funktionieren, was bei unseren bisherigen Energiesparlampen nicht immer der Fall war, dann sollten sich die LEDs amortisiert haben. Das heisst, ab diesem Zeitpunkt sind durch die Ersparnis beim Stromverbrauch die Anschaffungskosten gedeckt. Natürlich hat man die ganze Zeit bereits was für die Umwelt getan. Und das beruhigt das eigene Gewissen ungemein.

Ich hoffe ich bin nicht der Einzige, der die ‘neue’ Technik nutzt oder nutzen will, sondern vielleicht den ein oder anderen dazu ermutigt habe über LED-Technik nachzudenken oder sogar zu nutzen.

Erfahrungsbericht: Wechsel Mobilfunkanbieter

Heute war es endlich so weit. Mein Vertrag wechselte. Besser gesagt ich habe meinen Anbieter gewechselt. Indirekt aber auch nicht. Ich wanderte nach über zehn Jahren von T-Mobile/Telekom/D1 zu Congstar, einem Telekom-Tochterunternehmen. Ich wollte meine Nummer nach so langer Zeit natürlich behalten. Was weiss ich, wer die Nummer alles noch hat unter der ich schon ewig und drei Tage erreichbar bin.

Gekündigt hatte ich zu heute, also 23. August 2012. Den neuen Vertrag habe ich bereits vor einigen Monaten abgeschlossen. Kann man ja bei vielen Anbietern über 100 Tage im Vorraus machen. Die Konditionen beim Tochterunternehmen waren weitaus angenehmer als bisher. Halber Minuten- und SMS-Preis, Internet-Flat inklusive. Für mich als Web-Mensch natürlich bestens. Und zu dem Zeitpunkt lief eine Aktion, dass man bei 24-Monatsverträgen 50 Freiminuten in alle Netze jeden Monat dazu bekommt. Tja, mehr brauchte ich seltenst und werde ich auch sicher nicht brauchen. Hauptaugenmerk bei dem neuen Vertrag lag zum einen auf dem D1-Netz und dass die Monatlichen Grundkosten unterhalb dessen waren, was ich bisher zahlte. Also bestens.

Sicherlich bekommt man gleiche Ausstattung in einem anderen Netz günstiger, O2 beispielsweise. Aber aufgrund meiner eigenen Erfahrung im O2-Netz seit einem Jahr mit Netzclub, war die Entscheidung etwas anderes als O2 zu nehmen recht einfach. Verbindungsabbrüche beim Telefonieren, langsame Verbindung ins Internet und nicht versendete SMS. Und das mitten in Leipzig, nicht irgendwo in der Pampa.

Heute morgen schaute ich wie immer auf mein Handy (nicht das Smartphone) und sah, dass meine SIM-Karte deaktiviert wurde. Ui, dachte ich mir. Gleich mal die Congstar-SIM in mein Samsung Wave GT-S8500 geschoben. Und siehe da, direkt eingeloggt. Alles bestens. Heut mittag auch das mobile Internet genutzt. Und was soll ich sagen? Wow ist das flott.

Nun noch ein kurzer Vergleich.

Vorher:
– Telekom Tarif 0 MB frei, 19 Cent die SMS, 19 bis 49 Cent die Minute, 50 Minuten frei, keine Internetflat
– Netzclub/O2 200MB frei, 9 cent die Minute/SMS, Internetflat

Nachher:
– Congstar 500 Mb frei, 9 Cent die Minute/SMS, Internetflat, 50 Minuten Frei

Und ich zahl dafür im Monat weniger als die beiden oberen.

Der Umstieg hat sich also gelohnt und es hat alles bestens geklappt. Die alte SIM wurde über nacht deaktiviert und die Neue aktiviert. So muss das sein. Weitere Nutzung der Nummer ohne Unterbrechung und Probleme. Und das alte echte Handy kann endlich nach fast vier Jahren Nutzung eingemottet werden.

Lautsprecher am Wave funktioniert nicht – eine Lösung

Da ich das Samsung Wave fast ausschliesslich für Internet, Mails und non-Telefonie-Kram nutze, fiel mir gestern erstmals ein kleiner Defekt auf. Ich musste mit dem Wave telefonieren, weil ich mein Sony Ericsson im Auto liegen hatte. Mich wunderte, dass ich nix hörte, aber das Gespräch bereits lief. Also auf Lautsprecher geschalten und dann konnt ich losschnackeln. Scheinbar war der Lautsprecher der ‘Ohrmuschel’ defekt. Weiss nicht mal wie man den Teil heute nennt, früher war es jedenfalls die Ohrmuschel.

Nach einigem Suchen beim großen bunten Suchanbieter Google fand ich eine oft genannte und recht simple Lösung, die bei mir tatsächlich funktioniert hat.

1. Samsung Wave neu starten
2. *#0*# (das ist eine Null)
3. a) in dem Testmenü Speaker für den oberen Lautsprecher wählen
3. b) in dem Testmenü Melody für den Ohrmuschellautsprecher wählen
4. laufen lassen und warten bis der Sound wieder ertönt

In den verschiedensten Foren wurden Wartezeiten von wenigen Sekunden bis zu 60 Minuten angegeben. Mit ein wenig Geduld und Glück laufen die ‘defekten’ Lautsprecher wieder. Bei mir hat es nach etwa drei Minuten geklappt und der Lautsprecher spuckte wieder Töne. Ich kann nun, obwohl ich es nur selten mache, wieder mit dem Wave telefonieren. :) Sollte er bei Euch mit dieser soften Lösung, selbst nach länger Zeit oder mehrmaligen Versuchen, nicht wieder laufen, kommt ihr wohl um eine Reparatur nicht herum.

Leider (oder vielleicht ganz gut so) hab ich bisher keine größeren Defekte am Samsung Wave gehabt, weswegen ich euch noch keine Anleitung zum Zerlegen für das Gerät bieten kann. Was aber sicherlich noch auf sich warten lässt, weil das Gerät schon sehr stabil und wertig gebaut ist.

E10 – keine Spur von Unsicherheit

Mal wieder ein Beitrag, der sich nicht mit Computern beschäftigt, sondern mit dem wohl aktuellsten Thema aus der Automobilbranche. E10 oder auch Super-E10. Leider für viele Menschen in Deutschland wie ein rotes Tuch. Aus Unwissenheit und/oder Angst tanken viele teureren Super, Super Plus oder gar so Sachen wie V-Power. Für mich nicht immer nachvollziehbar. Einige Gründe dafür und auch warum ich E10 tanke schreibe ich hier in einen kleinen Exkurs aus meiner Sicht der Dinge nieder. Am Ende dieses Artikels ist auch meine Meinung (!) rund um das Thema E10.

Continue reading “E10 – keine Spur von Unsicherheit”

Laufwerke wechseln im Toshiba Satellite L300

Mich erreichen immer wieder Mails mit der Frage, ob es schwierig sei die Laufwerke im Satellite L300 von Toshiba zu wechseln. Wahrscheinlich aufgrund meines Posts über das Zerlegen und Zusammensetzen des Satellite L300. Meine kurze und klare Antwort darauf lautet: NEIN! Wie genau das geht, beschreib ich euch mal fix in zwei Teilen. Ersterer für die Festplatte und der zweite für das optische Laufwerk. Continue reading “Laufwerke wechseln im Toshiba Satellite L300”

Kaufen für die Müllhalde

Heute hatte ich im Facebook von Franzi einen Link zu einem fast 75 minütigem ARTE-Beitrag, der nicht nur vom Titel her interessant klang, sondern es auch wirklich war.
“Kaufen für die Müllhalde” – Ein Blick auf die Wegwerfgesellschaft.

Man ärgert sich doch immer, dass die vor gerade einmal zwei oder drei Jahren gekauften Geräte schon wieder defekt sind und einfach den Geist aufgegeben haben. Gerade bei Geräten, die man ordentlich behandelt oder seltener benutzt ist sowas sehr ärgerlich. Man gibt dann gern dem Hersteller die Schuld, dass der das so geplant hat. Ganz abwägig ist der Gedanke nicht, das nennt sich “geplante Obsoleszenz”, also die Alterung eines Produktes nach Plan. Sehr schön Continue reading “Kaufen für die Müllhalde”

Finnisch = fertig ?

Dass bei einer ins Deutsche übersetzten Installation der Beenden-Button nach Fertigstellung selbiger nicht auf deutsch erscheint, sondern “End”, “Close”, “Exit”, “Finish” oder ganz ohne Bezeichnung ist mir schon oft vorgekommen. Nun fiel mir aber beim Update von Samsung-Kies (für das Wave), dass Samsung da einen etwas anderen Weg der Button-Beschriftung geht. Continue reading “Finnisch = fertig ?”

Ghostery zeigt euch, wer mitschreibt

Manch einer wundert sich in heutigen Zeiten immernoch, dass er auf bestimmten Webportalen Werbung passend zum Inhalt angezeigt bekommt. Oder wie oft erscheint an unterschiedlichsten Stellen im Netz Werbung großer Online-Auktionshäuser mit Artikeln, die denen sehr ähneln, die ihr euch zu letzt angeschaut habt? Es gibt sogar Websites, da wird jeder Klick mit der Maus, egal wohin er gemacht wird, getrackt. Der Blog von Basic Thinking zum Beispiel. Hier durch eTracker.com, einem Echtzeit-Tracker. Ihr könnt beim Lesen, wie ich es auchoft mache, klicken wohin ihr wollt. Im gleichen Moment seht ihr in der Statusleiste (meist unten), dass etwas passiert. Und zwar wird eTracker gemeldet, dass ihr was auf der Seite macht. Was sind Tracker? Das sind Systeme zur Analyse von Besucherverhalten, also wie oben schon genannt, merken sie sich was ihr so für Inhalte im Netz besurft und wie ihr so klickt zum Beispiel.

Sehr schön zeigt hier das Firefox-Addon Ghostery von David Cancel und Felix Schnir, wie viele und welche Tracker auf der euch gerade angezeigten Seite eingesetzt werden. Continue reading “Ghostery zeigt euch, wer mitschreibt”