Seriellen Port unter Debian simulieren

Zurzeit arbeite ich an einem Schulprojekt zum Auslesen eines Messgerätes über den seriellen Port eines Rechners unter Windows per Java. Da ich selbst aber kein Windows mehr nutze und mein Notebook auch keinen seriellen Anschluss besitzt, muss ich mir unter Debian etwas einfallen lassen, damit ich diesen simulieren kann. Die Anforderung lag nun für mich darin unter Debian/Crunchbang auf /dev/ttyS0 (unter Windows ist das COM1) zuzugreifen und von diesem Gerät aus etwas für das Projekt auszulesen. Hier beschreibe ich kurz wie ich es mittels socat gelöst habe.
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HDD-Benchmark für die bash, selbstgeschrieben

Auf Basis des Festplatten-Geschwindigkeitstests bei den Ubuntuusers.de habe ich ein Script geschrieben, welches das Testen der Schreibgeschwindigkeit vereinfacht. Grundlage ist dabei folgender Code

Es wird hierbei das Laufwerk getestet, wo man sich gerade befindet. Hier wird auch die Datei “tempfile” geschrieben. Achtet bitte darauf, dass vor dem Starten des Scriptes genügend Platz auf dem Datenträger vorhanden ist. Diese Datei hat in diesem Fall hier eine Größe von 1024 mal 1 MB. Es wird insgesamt 1024-mal komplett in diese Datei geschrieben. Man benötigt für diesen Durchlauf 1024 x 1024 x 1024 x 1024 Bytes Platz, also etwa 1,1 GB. Die Werte können durchaus angepasst werden. So kann man zum Beispiel für 256 MB die Werte bs=32M und count=8 angeben.

Die Schreibgeschwindigkeit per dd zu ‘messen’ ist natürlich auch abhängig von anderen Faktoren, wie Systemauslastung, Anwendungen, die ebenfalls auf die Platte zugreifen und natürlich das verwendete Dateisystem. Daher sollte man so einen Durchlauf mehrfach starten, damit man einen Durchschnittswert erhält, der repräsentativer als ein Einzelwert ist.

Das Ganze macht das von mir geschrieben bash-Script, wobei ihr beim Aufruf des Scriptes nur die gewünschte Menge an Daten angeben werden braucht. Es werden dabei Dateigrößen von 1, 2, 4, 8 und 16 MB durchgetestet und die Anzahl entsprechend angepasst.

Gibt man also  hddbench.sh 1024 an, so werden im ersten Teil fünf Durchläufe mit 1 MB großen Dateien gemacht, und zwar 1024 mal. Im zweiten Teil 512 mal 2MB große Dateien. Und so weiter. Das heißt, es laufen für eine Dateigröße immer 25 dd-Aufrufe ab. Es werden im Laufe des Scriptes alle Geschwindigkeiten zusammengerechnet und durch die Anzahl der Durchläufe geteilt. Et voilà. Ein relativ repräsentatives Ergebnis. Zwischendrin noch ein paar Echos, damit das Ganze etwas ansehnlicher ist. Continue reading “HDD-Benchmark für die bash, selbstgeschrieben”

Ändern der Hintergrundbeleuchtung des Displays unter CrunchBang (Debian)

Bei manchen Notebooks kann es unter CrunchBang (und sicher auch anderen Distributionen) vorkommen, dass sich die Hintergrundbeleuchtung per Shortkey des Displays nicht instant ändern lässt. So auch in meinem Fall mit meinem Toshiba Satellite L300. Lange hab ich gesucht und bin nun nach einigen Versuchen sozusagen erfolgreich gewesen. Mein Display lässt sich nun in der Helligkeit verstellen. Und ich zeig euch heute das bei mir funktionierende Workaround unter CrunchBang Waldorf. Das Ganze habe ich nun natürlich auf das Wesentlichste gekürzt.
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Card-Reader unter CrunchBang bzw. Debian

Linux hält immer mehr Einzug bei mir. Hab ich nun schon seit einigen Wochen kein Windows mehr angerührt. Heute wollte ich die Speicherkarten unserer Kamera wechseln und vorher noch alle Bilder aufs NAS verschieben. Leider reagierte nichts auf das Einstecken der SD-Card in den integrierten Card-Reader. Über [code lang=”bash” inline=”yes”]lsusb[/code] konnte ich den Hersteller, in diesem Fall Realtek, herausfinden. Das brachte mich aber irgendwie nicht weiter.

Nach einigem Suchen fand ich bei den Ubuntuforums diesen Thread, welcher auf SOLVED gesetzt wurde, also ein gelöstes Problem ist. Darin findet man eine einfache Lösung: das Hinzufügen des Moduls sm_ftl in der Datei [code lang=”bash” inline=”yes”]/etc/modules[/code]. Dann noch Rechner neu starten, damit das Modul mit geladen wird und wenn dieser wieder benutzbar ist die Speicherkarte einstecken und schon wird diese erkannt und gemountet.

Nicht alles ist immer so schön einfach wie unter Windows, aber es gibt für vieles eine Lösung. Selbst unter Linux. Und das hält mich vorerst nicht davon ab von Linux wieder auf Windows zu wechseln.

Linux lässt sich nicht auf altem Notebook rebooten

Auf dem alten HP-Notebook Cnx9005 läuft seit etwa einer Woche #! (CrunchBang Linux). Leider hatte ich bisher immer das Problem, dass dieses nicht über die Konsole mit shutdown -r now rebootete, also einen Neustart vollzog. Das System ging die verschiedenen Runlevel durch und beendete dann mit [xxxxx] Restarting system den Dienst und startete nicht neu. Das musste ich per Hand dann machen. Fühlte sich jedes Mal so ähnlich wie bei Windows 95 an, wenn man den Computer jetzt ausschalten könne.

Nun haben Hermann und ich ein paar Tage lang mit der Konfiguration rumprobiert, sogar einen neueren Kernel kompiliert. Aber das Problem lies sich nicht beheben. Wir kamen dann auf die Idee, dass es mit ACPI zu tun hat. Dies war aber nur teilweise richtig. Wir änderten an der Datei /etc/default/grub noch ein wenig hin und her, änderten den acpi-Wert der Zeile GRUB_CMDLINE_LINUX mehrfach aus. Geändert hatte es aber nichts. Also probierte ich noch eine Option aus, bis es dann letztendlich doch funktionierte. In der Zeile GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT stand als Standard-reboot-Wert pci drin. Diesen musste ich in bios ändern. Danach noch ein update-grub durchführen, damit die neue Konfiguration genutzt wird.

Die Datei /etc/default/grub sieht nun wie folgt aus:

Nun startet auch das alte Notebook per Konsolenbefehl ordnungsgemäß neu.

[Quelle: linux.koolsolutions.com]