Steak-Empfehlung: Elstertal-Saloon

Den Elstertal-Saloon würde man wahrscheinlich als Kleingartenvereinskneipe ansehen. Doch so einfach ist es nicht. Er liegt zwar mitten in der Kleingartenanlage Elstertal, aber nicht nur wegen des Bieres nach Gartenfeierabend sollte man da hingehen.
Es ist vielmehr das Flair, was von diesem kleinen Saloon ausgeht. Draußen Biergarten mit Pony-Reiten, Hufeisenwerfen, Goldwaschteich und dem John-Wayne-Pappaufsteller. Für Kinder findet sich Spielzeug vor Ort.
Im Inneren des Saloons denkt man sich auch erst einmal: Oh, gemütlich. Schön eingerichtet mit Stühlen und Tischen aus Baumstammteilen, sehr rustikal. Über einigen Tischen sind Planwagenplanen gespannt. An vielen Stellen Wildweststyle. Platz bietet der Elstertal-Saloon optisch für 40 bis 50 Personen. Wie viele in den Tanzsaal nebenan passen, weiß ich nicht.

Die Bedienung war immer freundlich und sehr nett. Die meisten ein- und ausgehenden Gäste kennen sich wahrscheinlich aufgrund der Gartenanlage, daher ist man erst mal etwas verwundert, warum sich alle duzen, inklusive des Kochs. Neben dem Essen veranstaltet der Saloon auch noch Tanzabende, Livemusik oder Freilicht-Veranstaltungen (z.B. wegen Fußball).

Kommen wir zum Essen. Da sollte man auf das setzen, was dem Stil des Saloons entspricht. Wir hatten Salat als Vorspeise. Klassisch mit viel Gemüse und gebratenen Putenstreifen. Simple aber lecker, vor allem weil die Streifen warm waren. Als Nachtisch hatten wir einfaches Eis. War in Ordnung, man merkte, dass es hier einfach gehalten wird. Nun aber zur, aus unserer Sicht empfehlenswerten Seite des Elstertal-Saloons, der Hauptspeise. Das Schnitzel meiner Frau war gut. Pommes waren gut. Aber das Steak, welches ich bestellt hatte, war ein Traum. Es gibt nur drei Arten des Rumpsteaks zur Auswahl. Man kann aber fünf (!) Varianten der Garstufe wählen von blutig bis durchgebraten. Ich wählte halbrosa. Als es in der gusseisernen Pfanne an den Tisch gebracht wurde, war ich erst skeptisch. Als Beilage gab es verdammt leckere Kartoffelecken, Meerrettich, Kräuterbutter und selbst gemachte knusprige Zwiebelringe. Vergesst die Dinger von Burgerking, die hier im Saloon sind viel besser. Nun aber zum Steak. Das war perfekter als perfekt. Ober- und Unterseite scharf angebraten, schön dunkelgoldbraun. Innen war es so was von halbrosa, man kann sagen der Koch ist Spezialist im Steakbraten. Und das Fleisch war wunderbar zart. Flach mit der Gabel auf das Steak gedrückt und überall floss es aus ihm raus. So was von ein saftiges Steak. Ich sage euch, das hat sich allein wegen des Steaks gelohnt, bei schlechtem Wetter dort essen zu gehen.

Preislich steht der Elstertal-Saloon recht gut da. 7,90 Euro für das Schnitzel mit Spiegelei, Pommes und Salatbeilage. Das oben beschriebene Rumpsteak kostete 12,90 Euro. Die Getränke liegen mit 2,60 Euro für 0,5l Bier im Glas und 2 Euro für eine 0,4l alkoholfreie Limo (Vita Cola, Fanta, etc.) im angenehmen Rahmen.

Somit ist der Elstertal-Saloon auf alle Fälle eine Empfehlung für Steak- und Westernfreunde. http://www.elstertal-saloon.de

Hinweis: Ich bekomme hierfür kein Geld und keine Gegenleistungen, dieser Beitrag ist nur entstanden, weil es mir dort gefallen und vor allem geschmeckt hat.

Griechisch ist nicht gleich griechisch – vor allem nicht geliefert

Sonntag, fünfjähriges Jubiläum, noch einiges an Arbeit vor uns. Wir haben beide das Jubiläum vergessen gehabt. Essen wollten wir eigentlich indisch oder griechisch. Da der Kleine schon so gut wie im Bettchen war, suchten wir uns einen Lieferservice im Netz.  Schnell wurden wir fündig und bestellten. Griechisch. Nach etwa 40 Minuten klingelte es an der Tür und ein minderfreundlicher Lieferant um die 35 blieb auf halber Treppe stehen und packte seine Thermobox aus.  Ohne ein Freundliches guten Abend oder Hallo. Es roch erst mal ganz lecker.

Die Überraschung kam aber beim Öffnen der Assietten. Klar sind 6,1 Kilometer für einen Lieferservice eigentlich nicht die übliche Strecke, zumindest nicht in Leipzig, denk ich. Aber solch wabbelige Pommes hab ich noch nie gesehen. Die Gurken des beiliegenden Salates sahen schon sehr ausgetrocknet aus und das Zaziki (oder auch Tsatsiki) schmeckte eher wie nicht ganz frischer Joghurt mit Gurkenstreifchen und einer Gewürz-Fertigmischung. Die bestellten Souflaki waren eben nicht jene lecker gegrillten Fleischspieße, wie wir sie vom Griechen kannten, sondern eher schlechte Schaschlikspieße. Zähes Fleisch dazwischen Speck und Zwiebelscheiben im Wechsel. Das Einzige, was o.?k. war, war das Gyros, auch wenn da Pilze mit drin waren, die nicht wirklich vor Frische strotzten. Aber schon beim Bestellen hätten wir an der Stelle, wo Gyros mit Pilzen stand, einen anderen Lieferanten wählen sollen.

Fazit dieses Abends. 17 Euro für zwei Mal Gyros mit Pilzen, Pommes und Souflaki. Dazu gab es das Becherchen Zaziki und Salat. Note für das Preis-Leistungs-Verhältnis liegt bei etwa 4 bis 5, mit Tendenz zur 5. Ich musste hinterher nämlich noch etwas essen, um satt zu werden.

Der Onlinedienst, über den wir bestellt haben, hat bereits angekündigt, sollte es nochmals bei diesem Lieferanten zu einer solch schlechten Bewertung kommen, diesen auf seine Qualität zu überprüfen. Ich hoffe sehr, dass sich dort was an der Qualität ändert. Zumindest für andere Kunden, da wir dort nicht mehr bestellen werden.